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„Ich lerne zu schätzen – Was ich habe und Wer ich bin“

– Ich will doch nicht so sein, wie „DIE ANDEREN“.
Ich will mein Leben schätzen! –

Ich dachte, ich habe nichts, ich dachte, ich wäre nichts und ich dachte immer, alle anderen hätten es besser als ich! Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen kannte ich nicht und ich sah immer nur „die anderen“. Mich selbst schätzen, kannte ich nicht. Die schönen, die Reichen und die Mächtigen, die ja alle so glücklich zu sein scheinen und doch kein Stück Ihres leben wertschätzen.

Schon in der Grundschule ging es um Ansehen, um Größe und um Einfluss. Ich habe gelernt, dass Kinder in der Hinsicht wohl die schlimmsten sein können. Nie habe ich mich so einsam und mies gefühlt, wie zwischen den ganzen kleinen, lästernden Zwergen in meiner Schulzeit. Ich trug eben keine Kleider, ich griff zu Hosen. Ich kümmerte mich nicht um mein aussehen, ich habe lieber ausgelassen gespielt und ich habe sehr gern gegessen. Oft genug wurde ich noch Jahre an meine liebe zum Essen erinnert. Wir waren Kinder, unerfahren, naiv und jung. Also habe ich verziehen! Jede Träne und jeder Schmerz, haben mich wachsen und lernen lassen.

Die Jahre vergehen viel zu schnell und alles wendet sich. Geld spielt plötzlich eine immer größere Rolle, um mit dem materiellen Reichtum mithalten zu können und Freunde konnte man auch nicht mehr an einer Hand abzählen. Je mehr, desto besser und desto bekannter wurde man. Ich wollte immer mehr, habe nie genug von allem bekommen und war es leid so oft zuhause verzichten zu müssen. „Wenn ich groß bin, mach ich alles anders…“ – mein Standard Spruch, wenn ich wütend war und den ich bis heute noch bereue.

Ich habe nichts geschätzt. Nichts was ich hatte und nicht wer ich war. Ständige Unzufriedenheit nicht mithalten zu können und ständiges auf der Strecke bleiben. Ich wollte selbstständig sein, alles alleine machen, nicht mehr abhängig sein. Ich wusste nicht, was kommen würde! Dass ich doch noch erwachsen werde und ich lernen würde, zu schätzen.

„Wir lernen dazu, ein Leben lang“

Heute bin ich aus dem Gröbsten raus! Aus der Pubertät, aus der „mit allen mithalten müssen“ und aus dem „alles ist blöd“ Phase! Heute schreibe ich mehr oder weniger erfolgreich meinen eigenen Blog, was schon ordentlich Selbstvertrauen abverlangt. Heute verdiene ich mein eigenes Geld und spüre am eigenen Leib, wie hart man sich materielle Güter erarbeiten muss. Heute schätze ich, was meine Mama für mich getan hat und heute will ich es später mal genau so gut machen, wie sie! Ich behaupte, dass ich durch den damaligen Verzicht bodenständig geblieben bin und schnell selbstständig geworden bin. Danke Mama dafür!

Das Mobbing und die dummen Sprüche von damals schätze ich heute, denn warum immer auf Watte gebettet werden, wenn das Leben einfach mal so ist, wie es ist? Es hat mich gestärkt und mir die raue, schützende Haut für das Leben gegeben.

Ich akzeptiere mich langsam so, wie ich bin. Ich beklage mich immer noch ab und an, über meine „Kleinen“ leiden und makel, doch ich lerne langsam zu, schätze, gesund zu sein und jeden Morgen mit einer neuen Aufgabe im Leben aufzuwachen. Ich habe nicht mehr viele Freunde, aber die einzelnen, wenigen, die mir geblieben sind, schätze ich und sie schätzen mich. Ich höre auf, anderen nachzueifern, perfekt sein zu müssen und mich zu verbiegen. Denn die glücklichsten Menschen haben nicht zwangsläufig die besten und teuersten Dinge, sie schätzen die Dinge, die sie haben.

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7 Comments

  • Reply
    Nessa
    29. Januar 2016 at 23:14

    Ein richtig guter Post. Sehr gut geschrieben, sehr reflektiert und sehr wahr.
    Ich hatte auch eine absolute Horros-Schulzeit, begründet vor allem durch meine enorme Schüchternheit und mein geringes Selbstbewusstsein, das die Anderen quasi dazu einlud, mich zu mobben. Aber wie du sagst: Man geht gestärkt aus solchen Sachen raus. Man wächst daran, man steht eher im Leben als andere, die immer ‚in Watte gepackt wurden‘. An der Aussage „Was einen nicht umbringt macht einen stärker“ ist ne Menge dran 🙂
    Neulich hat ein Arbeitskollege anerkennend gesagt; „Mensch, du hast echt ne Fresse für drei, oder?“ Und ich war so stolz, das ich mich mittlerweile traue zu sagen, was ich denke. Bis dahin war es ein weiter weg.

    Dein Outfit ist übrigens der Hammer, du siehst absolut spitze aus! *_*

    • Reply
      Melanie Rausch
      1. Februar 2016 at 08:05

      Oh danke für deinen tollen und ehrlichen Kommentar, ich bin so froh zu hören, dass es nicht nur mir so ging 🙂 Ich danke dir <3

  • Reply
    Saskia | SASHIONBLOG
    2. Februar 2016 at 11:27

    You look gorgeous, I love that top!

    – Saskia

  • Reply
    Holy
    2. Februar 2016 at 15:08

    Solche Texte lese ich gerne, sehr gut geschrieben! Ich merke selber oft, dass ich manche Sachen im Leben zu wenige schätze und unzufrieden bin, weil ich denke das ich glücklicher bin, wenn ich mehr habe. Das ist ein Teufelskreis. Letztendlich sollten wir glücklich sein eine Familie zu haben und ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen. Ich war nie jemand der mithalten wollte, ich war immer die, die mit den „Außenseitern“ in Kontakt stand, die charakterlich am Besten sind. Ich hatte nie viele Freunde, aber dafür wahre und gute Freunde. Was will man mehr im Leben!?! Mobbing ist so schlimm. Übrigens ein sehr schönes Outfit! Aber ganz schön kalt an den Armen für diese Jahreszeit, nicht wahr?^^ 😉
    _______________________
    http://fashiontendril.blogspot.de/

    • Reply
      Melanie Rausch
      3. Februar 2016 at 09:52

      Schön das es dir gefällt. Danke für den Lieben Kommentar <3

  • Reply
    "Einen neuen Anstrich - Das braucht unsere Welt" - Melanie-Delavie
    30. März 2016 at 15:00

    […] Bilder von Gewalt und Blut! Ich sitze in meinen neuen vier Wänden, mit einem Dach über dem Kopf! Ich schätze, was ich habe. Schätze, wie ich lebe! Fühlte mich wohl und geborgen. Fühlte mich ZUHAUSE! Doch der […]

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