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Hast du nichts, bist du nichts! Bye 2016

– Hast du nichts, geht es trotzdem weiter! –

Die letzten Tage in 2016 haben mich noch mal ganz schön beschäftigt!
Wie geht es wohl 2017 weiter?
Willst du deinen Weg so, wie du Ihn gerade gehst, einfach weitergehen?
Oder willst du einfach mal ausbrechen und etwas ganz neues Wagen?
Bleibt dieser Blog bestehen, oder hör ich einfach damit auf?
Konzentriere mich auf meinen Bachelor, auf meine Beziehung, auf meine Zukunft?!

Ich war ratlos, planlos und hin und her gerissen. Ich war bereits kurz davor meine Website zu löschen. Mein „Baby“, welches ich mir seit 4 Jahren aufgebaut habe, woran ich mir jahrelang die Zähne ausgebissen habe, worin ich Zeit und Geld investiert habe und seit einem Jahr nun auch die ersten Erfolge ernten konnte. Wollte ich das wirklich einfach aufgeben?

Woher kommen diese Zweifel?

Ich habe mich mal umgeschaut in der heutigen Welt der Influencer, Start Ups und Blogger. Nur noch wenige erfolgreiche Blogger inspirieren mich wirklich. Einige von Ihnen haben den Boden unter den Füßen bereits verloren und mit deren unbezahlbaren Luxusgegenständen kann ich als „Normalo“ einfach nichts anfangen. Ganz nach dem Motto „Hast du nichts, bist du nichts“!
Ich erlebe immer mehr Menschen, die den Draht zur Realität verlieren, denen der Erfolg über den Kopf zu steigen scheint und die ohne Rücksicht auf Verluste mit Ihren Erfolgsfloskeln um sich schmeißen. Nur merken sie meist nicht, was sie damit alles im Leben anderer auf den Kopf stellen.

Ich gebe zu, mein momentanes Leben ist vielleicht nicht so Erfolgsorientiert.

Mein Praktikum beansprucht mich 40 h die Woche, der Haushalt macht sich auch in einer WG nicht von allein und zum Ausgleich bin ich sehr froh über meine 3-4 Stunden Fitnessstudio die Woche. Am Wochenende schlafe ich endlich Mal aus, mache das, was im Haushalt unter der Woche liegen geblieben ist und freue mich auf ein ordentliches Essen die Woche, da mir der Salat schon zum Hals raus hängt. Sonntag nehme ich meine letzten Gedanken zusammen, setzte mich an den Blog, verfasse einen Beitrag und merke, wie mein Gehirn meist einfach ganz woanders ist. Bewerbungen müssen auch noch geschrieben werden und Pläne für die Zukunft sollten auch langsam Mal gemacht werden. Schließlich steht 2017 so einiges an!
Ja, ich gebe zu, momentan fällt mir das wahre LEBEN wirklich schwer. Mir fällt es schwer, Blog, Beziehung, Freunde, Familie, Uni, Arbeit und Coaching unter einem Hut zu bekommen. Aber kann ich nicht stolz darauf sein, dass ich mich wenigstens darum bemühe?

Sprüche wie „du bloggst ja nicht mehr regelmäßig, also brauchst du Dich nicht wundern über den ausbleibenden Erfolg“, oder „Warum hast du denn nur so wenige Follower?“, haben mir dann 2016 den Rest gegeben. Richtig, ich habe nicht mehr regelmäßig gebloggt, weil ich es nicht mehr geschafft habe. Weil ich arbeiten gehe, weil ich weitere Jobs habe und weil meine Gedanken dafür einfach nicht frei waren. Wer will schon auf Krampf geschriebene Texte lesen, dessen Inhalt am Ende niemanden interessiert?

Was interessiert Euch da draußen eigentlich?

Man weiß nie, was die Leser gerade hören wollen. Meist muss es lustig oder informativ sein, manchmal klicken sie aber auch immer wieder einen Beitrag, welcher für dich nie so interessant schien. Und nein, ich habe leider auch noch nicht gelernt Hellzusehen und all Eure Interessen abzudecken. Deswegen heißt es kreativ sein und trotzdem die eigene Ansicht nie aus den Augen verlieren.

Warum habe ich nur 4500 Follower auf Instagram und keine 450.000 Follower?

Ich weiß es nicht?! Vielleicht weil ich noch keine Follower kaufen wollte, meine Beiträge noch nie beworben habe und mich auf Fotos nicht komplett verstellen will? Weil Ihr keine Valentino Bag auf meinen Bildern findet und Euch mein Leben nicht interessiert?! Ich finde es völlig legitim, ich folge auch nur Menschen, die mich inspirieren, dessen Bilder ich mag und Leuten, die ich persönlich kenne. Ich stehe zu den 4000 Follower, schäme mich dafür nicht, da wir alle wissen, dass auch Instagram gerade von den Aktivitäten her zurück geht. Ich finde es eher immer trauriger, dass nur noch nach Follower gegangen wird, welche eh alle für ordentlich Asche im World Wide Web errungen wurden sind. Im 21. Jahrhundert ist eben alles möglich! Followerkauf und Wahlstimmenkauf! Aber wem kann man es denn noch verübeln? Hast du nichts, bist du nichts! Wer erfolgreich sein will, muss sich eben hier durchschlagen.

Warum werden wir immer Oberflächlicher?

Ich habe mich umorientiert, finde meine Interessen eher bei den „unscheinbaren“ Bloggern wieder und treffe hier auch auf gegenseitiges Interesse. Das war auch der Grund der Gründung von BLOST. Bloggern, denen bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, ein Gesicht zu geben und sich miteinander zu vernetzen und zu supporten. Ich habe 2016 viele tolle Menschen dadurch kennengelernt, welche mir auch jetzt die Kraft gegeben haben, weiter zu machen und mich nicht unterkriegen zu lassen. Wir werden immer Oberflächlicher, weil wir meist kaum noch Auswege finden. Wie viele Menschen wollen nicht mehr Maurer oder Bäcker werden. Wie viele Junge Leute sind mit 20 schon selbstständig und wie viele da draußen wollen das auch? Ja, auch ich will es! Ich seh mich nicht im „normalen“ Arbeitsleben stehen. Jeder von uns, will doch irgendwo seine eigenen Entscheidungen treffen können und unabhängig sein. Genau aus diesem Grund,wird unsere Welt wohl immer Oberflächlicher. Ich spreche hier also nicht nur von diesem Business, sondern allgemein. Wir fahren wieder ein Mal die Ellenbogen aus, obwohl sich zu unterstützen allen viel mehr Erfolg bringt.

Das wird sich in 2017 ändern!

Ich werde bis April weiterhin nur sehr sporadisch bloggen können. Außerdem wird BLOST weiterhin in Angriff genommen und vergrößert, da auch wir „kleinen“ Blogger Aufmerksamkeit verdient haben. Zusammen mit meinem Freund werde ich ab April ein gemeinsames Projekt in Angriff nehmen und ich werde weiterhin an meiner eigenen Kollektion arbeiten! Fashion Week fällt dieses Jahr für mich aus, da ich ebenfalls im Arbeitsalltag eingespannt bin und auch nur wenig Muße auf Ellenbogen im Gesicht habe.

2016 habe ich gelernt, mich an Menschen zu orientieren, die mich wirklich weiter bringen, welche sich über meinen Erfolg freuen und welche mich dabei unterstützen. Hast du nichts, bist du nichts, gibt es nicht!

– Hast du nichts, geht es nämlich trotzdem weiter –

Ich wünsche Euch ein frohes und erfolgreiches Jahr 2017

        Hast du nichts, bist du nichts!

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9 Comments

  • Reply
    Anni
    2. Januar 2017 at 17:56

    Ich kenne deine Gedanken nur zu gut.
    Aber sind wir mal ehrlich, wenn man nicht von heute auf morgen (überspitzt gesagt) mit dem Blog durchstartet muss man eben noch das reale Leben pflegen. Ich habe auch noch einen richtigen Job neben Blog und Studium. Und wenn es mal stressig wird, dann leidet am ehesten der Blog darunter. Aber weißt du was? Das ist okay, dein Blog hat eine wahnsinnig hohe qualität und lieber so als anders 🙂

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

    • Reply
      Melanie Rausch
      2. Januar 2017 at 17:59

      Ich Danke dir liebe Anni für deinen Kommentar! Genau so sollte man das wirklich sehen! Ich war wohl einfach wirklich an einem Punkt, wo ich dachte, hier geht es so nicht mehr weiter! Aber man sollte sich nicht verstellen und verbiegen und für sich Prioritäten setzen! Da hast du recht!

  • Reply
    Franzi
    2. Januar 2017 at 19:15

    Hey Melli! Sehr gut in Worte gefasst & total verständlich. Es ist ist nun mal nicht jeder Vollzeitblogger oder hat das nötige Kleingeld für evtl. Gastblogger.

    Bleib einfach du selbst, egal wie häufig und über was du blogst. Ich denke das ist wichtig und nichts anderes. Wer brauch schon Gucci, Prada und Chanel? Von diesem Content krieg ich echt schon Augenkrebs. 🙁

    Ich persönlich suche nach inspirierenden Sachen, die man auch verwirklichen kann und die nicht komplett bei den Haaren hergezogen sind.

    Also alles Liebe & ich hoffe 2017 sehen wir uns auch mal im real life 🙂

    Grüße Franzi

  • Reply
    Johanna Hartig
    3. Januar 2017 at 08:21

    Hey Melli!
    Ich verstehe dich da vollkommen! Nicht jeder kann sich Luxusklamotten leisten und hat die Zeit ständig hübsche Fotos zu machen. Mach dir keine Gedanken drum und konzentriere dich auf das was dich wirklich weiter bringt.
    Ich hoffe trotzdem du findest weiterhin Spaß am bloggen!
    Liebe Grüße
    Johanna <3

  • Reply
    Iris
    3. Januar 2017 at 13:19

    Sehr guter Artikel. Ich sag nur eins dazu und damit fahre ich gut „mein Blog- meine Regeln „. Niemand anderes außer Du bestimmt darüber und dann hat man auch Spaß daran und lässt sich nicht verunsichern . Alles Gute.
    VG
    Iris

    • Reply
      Melanie Rausch
      3. Januar 2017 at 14:57

      Liebe Iris, viele dank für deinen lieben Kommentar! So etwas baut wirklich auf und natürlich hast du recht mit der Aussage.

      Liebe Grüße

  • Reply
    Sarika Jonas
    29. Januar 2017 at 21:48

    Großartiger Text!

  • Reply
    Lisa
    6. Februar 2017 at 08:14

    Liebe Melli, lass dich nicht entmutigen! Ich habe mir gerade eben mal deinen „Fashion Week“ Beitrag und diesen hier durchgelesen und fände es wirklich zu schade, wenn dir deine Lust am Bloggen vergehen würde. Es ist tatsächlich so, dass leider viel zu viele auf die Anzahl der Follower achten, was ich für totalen Blödsinn halte. Diese world wide web Follower machen doch nicht den Blogger selbst und seinen Konten aus! Ich finde es furchtbar, dass darauf so penibel geachtet wird! Wirklich schade, auch wenn man noch zu gut ist, wird erst die Zahl und dann der eigentliche Inhalt beäugt. Mir geht es genauso, dass ich manchmal das Gefühl habe wozu mache ich das Ganze, wenn nichts wirklich wertgeschätzt wird. Aber ganz ehrlich? Who cares. Wie du schon gesagt hast! Das einzige was zählen sollte ist, dass du Spaß am Bloggen hast und dass dir gefällt, was du veröffentlichst! Solange du hundert Prozent dahinterstehst 🙂 Liebe Grüße aus Australien, die Liebe 😛

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